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Angst schafft Umsätze

Die Angst vor der Schweinegrippe sorgt für gute Umsätze bei den Pharmakonzernen. Ein verstorbener Grippepatient – es gibt jährlich eine ganze Anzahl von Menschen, die an „normaler“ Grippe sterben – erhöht die Impfquote mehr, als die Nichtraucherquote, wenn man wieder einmal vom Zusammenhang zwischen dem nicht weniger erfreulichen Lungenkrebs und dem Rauchen berichten würde. Auch die Gefahr, im Straßenverkehr zu sterben ist größer, als an Schweinegruppe zu verscheiden.

Während beim Autofahren aber das Interesse besteht, noch mehr Autos zu verkaufen, beim Rauchen, die Glimmstängel loszuwerden, geht es beim Impfen darum – klar, den Impfstoff gut zu verkaufen. Solcherlei kann man derzeit sogar in so honorigen Organen wie den Blättern für deutsche und internationale Politik nachlesen. Hier geht man ganz nüchtern davon aus, dass die neue Grippewelle besonders erfolgreich von der Pharmaindustrie vermarktet wurde. Eine parlamentarische Untersuchungskommission sei angezeigt. Die tagt aber bekanntermaßen weitgehend unter sich, wird also nichts bewirken.

Im Falle der Schweinegrippe erfolgte die Zulassung des Impfstoffes durch die europäische Zulassungsbehörde EMEA, die etwa von Transparency International kritisch beobachtet wird. Besonders problematisch ist, dass die EMEA der Generaldirektion der Wirtschaft der Europäischen Kommission, und nicht der für Gesundheit und Verbraucherschutz untersteht. Finanziert wird die Behörde zu zwei Dritteln von der Wirtschaft.

Die DVU meint: Wissenschaft und Forschung und Wirtschaft dürfen nicht in dieser Weise voneinander abhängig sein, ebenso wie die Politik. Da die jetzt regierenden Parteien offenbar selbst von der Wirtschaft abhängen, bedarf es einer politisch kontrollierenden Opposition. Außerdem muss über die Gewaltenteilung neu nachgedacht werden. Nicht nur die Teilung der drei klassischen Gewalten ist nicht mehr gegeben. Wirtschaft und Medien sind als neue, wirksame Gewalten überhaupt nicht mehr kontrolliert. Hier muss politisch angesetzt werden.

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